Die Gesellschaft ist gespalten. Nicht nur in Sachen Reichtum, Bildung oder politischer Überzeugung gibt es tiefe Gräben. Sondern auch in weltanschaulichen Dingen. Hier unterscheide ich Persönliches Streben nach sozialem-wirtschaftlichen Aufstieg versus Ganzheitlicher Selbstverwirklichung im Einklang mit der Natur. Egal wen man spricht, eins von beiden Zielen herrscht immer vor. Wenn man im geheimen Kämmerlein meditiert, so ist das zumindest in gebildeten Bevölkerungsschichten salonfähig, mindestens ebenso sehr wie an Burnout zu erkranken…

Wenn es aber weitergeht, zum Beispiel bei der Anwendung von Homöopathie in der Behandlung von Mensch und Tier, bei Bioresonanz, Kinesiologie… und nun auch noch Tierkommunikation, da trennen sich die Weltanschauungen, da stehen sich Menschen kopfschüttelnd gegenüber, die vielleicht sogar aus derselben Familie oder Bildungseinrichtung stammen. Da fehlt oft auf einmal eine Grundlage miteinander zu reden, da die Werte und Glaubenssätze sich so stark verändert haben.

Nichts oder alles glauben?

Die einen (Seite A) glauben nichts, was man nicht sehen und „beweisen“ kann. Die anderen (nennen wir sie mal Seite B) glauben (natürlich nur aus Sicht von A) „alles, was ihnen jemand erzählt“. Die B-Gruppe, die angeblich „alles glauben“ – das sind die Menschen, die hinter der sichtbaren Realität auch eine „unsichtbare“, energetische wahrnehmen und für wahr halten.

Die A-Gruppe, die „nichts unbewiesenes glaubt“ hält dies für einen Trugschluss und damit die B-Leute für geblendet und manipuliert. Oder schlichtweg geistig naiv, minderbemittelt. Während die B-Menschen sogar dazu tendieren, sich für „weiter entwickelter“ zu betrachten als die A-Menschen. Vorurteile auf beiden Seiten sind vorprogrammiert.

Den B-Leuten liegt viel an ihrer spirituellen Weiterentwicklung und daran, eine hohe Schwingung zu haben. Sie möchten ihren Lebensplan kennenlernen und verwirklichen. Noch in diesem Leben am besten. Mangels einem zertifizierten Lehrplan greifen sie bei ihrer Entwicklung auf eine Heerschaar von Trainern, Coaches und deren schriftstellerische Auswüchse zurück und sind gezwungen, sich mit der Zeit ein eigenes Konzept zurecht zu schustern. Dann landen viele B-Leute beim Buddhismus, nicht weil der gut zu unserer inneren Kultur passt, sondern mangels Alternativen.

Lebensplan versus Sparplan

A-Leute glauben meist nicht an einen Lebensplan, vielleicht noch an einen Sparplan, daran glauben Sie! Aber ein übergeordneter Lebensplan? „Was soll das für ein Hokuspokus sein?“…

Die A-Leute sind stolz darauf, „unabhängig“ und kritisch zu sein. Sie werden vom Verstand bestimmt, der ihnen gnadenlos Ratschläge gibt. Sie konzentrieren sich darauf, etwas zu erreichen im Leben, von denen es für sie nur eines gibt („man lebt nur einmal“). Wenn es darum geht, was erreicht werden soll, so entscheiden sie sich gern für Ziele, die andere aus der A-Gruppe am meisten beeindrucken. Dazu zählen Karriere, Ruhm, Ehre, Geld, Sicherheit, Immobilien, Expertentum, Renommé, Guinnessbuch der Rekorde und solche Sachen.

Die B-Menschen haben manchmal fast schon Angst vor Besitz, weil sie annehmen, dass Besitz Energie und Zeit bindet und es ihnen schwerer macht, sich auf die innere Entwicklung zu konzentrieren. Die Bs leben im Innen. Die As im Außen.

Das Außen der im Außen lebenden As wird von den Bs gern auch mal als „Illusion“ bezeichnet. Während die As den nach innen gekehrten Bs vorwerfen, reine Illusionisten zu sein, Spinner!

Das Problem gab es schon vor 100 Jahren und länger

Also kann man sagen, es gibt in der Hinsicht zwei Seiten. Rudolph Steiner beschrieb das bereits vor 100 Jahren in dieser Weise, da gab es auch schon die Schere zwischen Natur- und Geisteswissenschaft. Wobei die Geisteswissenschaften noch etwas mehr zur Esoterik offener waren als heute. Noch früher wirkten die alten Weisen im Geheimen oder wurden als Alchimisten oder Hexen verfolgt. (Nicht alle von denen waren weise, nagelt mich also bitte nicht darauf fest!)

Interessant ist der Weg, den die Psychologie, die ja auch gern zur Wissenschaft gehören möchte, heute geht. Sie verlässt allmählich den Freudschen Pfad der Psychoanalyse und wandelt auf energetischen Wegen. Immer mehr Psychologen nutzen „esoterische“ Methoden der Stressablöse und empfehlen ihren Klienten, zu meditieren.

Von Suchenden und Schlafenden

Um nochmal auf die zwei Seiten der Gesellschaft zurückzukommen. Hier entsteht auch viel Leid! Denn durch die Trennung im Geiste trennen sich auch Pfade im Leben. Ich habe das selbst erlebt, da ich ja aufgrund von Erziehung, Sozialisierung, Ausbildung und Beruf lange Zeit zur A-Gruppe zählte. Trotz oder wegen einer katholischen Erziehung glaubte ich lange Zeit an nichts. In solch einem akademischen Umfeld, mit viel Verachtung für Esoterik und „Grenzwissenschaften“ wuchs ich auf.  Mit 20 Jahren lachte ich über meinen Vater, der im Garten Tests mit einer Wünschelrute machte. Es fiel mir – wie vielen anderen – nicht leicht, den Zugang zur eigenen inneren Welt wiederzufinden.

In meinen Kursen begegne ich häufig Menschen, die aufgrund eines prägenden Erlebnisses begonnen haben, sich ihrer spirituellen Seite zu öffnen. Die gemerkt haben, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Seele und Körper gibt. Die spüren, dass ihnen die Beschäftigung mit Energetik, mit alten Weisheitslehren, mit Meditationspraxis gut tut und sie gesund werden lässt, im Geist wie im Körper. Während sie erkennen, dass es ihnen vorher, in der A-Gruppe, hinter äußeren Zielen herjagend, immer schlechter ging. Dass die alten Ziele auf einmal sinnlos wirken.

Ist es nicht interessant zu sehen, dass manche aus A nach B wechseln, währen dies umgekehrt kaum der Fall ist? Wer ein Suchender geworden ist, kehrt meist nicht zurück zu dem Bewusstseins-Zustand, in dem man fest die Augen verschließt. (Schlafende werden sie in manchen Weisheitslehren genannt).

„Bleib so, wie du bist!“  Oder besser doch wachsen?

Was sollte man denn tun, wenn man selbst den inneren Weg beschreiten will, aber das Umfeld hindert einen daran? Was, wenn es einen nicht ausbrechen lassen möchte aus den Normen? Wenn Freunde und Partner möchten, dass man so bleibt wie man immer war (auch wenn man vorher unglücklich und krank war)?  Die Frage trifft so manchen jenseits des 40sten Lebensjahres. In letzter Zeit aber auch schon Menschen in den 30ern. Bei Teilnehmern erlebe ich manchmal folgendes: wenn z.B. eine Frau beginnt, telepathische Tierkommunikation zu praktizieren und ihr Mann stellt sich strikt dagegen, schimpft, verunglimpft… Oder die Freunde wenden sich ab, machen Witze darüber. Im Geheimen praktiziert die Frau ihre Übungen,… soll sie wegen dieses „Spleens“ nach 25 Jahren Ehe etwa scheiden lassen? Eine schwere Frage, aber die Trennung im Geiste hat bereits begonnen und wird dadurch nur im Außen sichtbar. Nicht einfach ist es auch, wenn die eigenen Kinder – in ihren coolen Peergroups fest verankert – sich für die Mutter beginnen zu schämen.

Nun ich würde sagen, die Verbreitung der Tierkommunikation zeigt, dass der Leitspruch Gültigkeit hat „Wer heilt, hat Recht“. Die ärgsten Kritiker werden irgendwann leise, wenn sie sehen, dass es funktioniert. Und durch die Tierkommunikation haben wir ein Instrument, mit dem wir überzeugen können. Denn das was wir durch die Augen eines Tieres, welches wir überhaupt nicht kennen, erfahren dürfen, konnten wir ja nicht wissen – solche Ergebnisse verstören, erstaunen, erfüllen mit Wortlosigkeit – verändern Menschen! Und die Veränderung des Tieres spricht ebenfalls Bände. So wird die Tierkommunikation, wenn sie denn gut erlernt wurde, zu einem wertvollen Werkzeug, um Menschen zu überzeugen, dass nicht nur das existiert, was Wissenschaftler bewiesen haben. So wie unsere Tiere uns bei der persönlichen Entwicklung unterstützen, wird die telepathische Tierkommunikation zum Motor um Menschen zum geistigen Wachstum zu verhelfen.