„Du hast doch den besten Job der Welt, den absoluten Traumjob!“ erinnerte mich neulich mein Mann, als ich mich mal etwas gestresst fühlte, weil ich am Wochenende öfters auf Seminaren unterwegs bin und dann am Montag einiges aufzuholen ist. Meist kommen über das Wochenende Anfragen von Tierbesitzern, die dann montags beantwortet werden wollen. “Du arbeitest, wann du möchtest, und hast immer dieses Lächeln im Gesicht, wenn du fertig bist mit einem Gespräch. Dann noch die viele positive Resonanz von deinen Kunden. Wer kann schon so arbeiten heute?” fuhr er fort, mich daran zu erinnern, wie gut es mir geht.

Wir sprachen darüber, wie ich berufliche Arbeit in früheren Jahren empfunden hatte, und wie ich „Beruf“ heute empfinde. Früher war ich ja in einem “normalen” Beruf, als Internetfachfrau tätig, auch damals schon selbständig. Heute, als Tierkommunikatorin, arbeite ich ungefähr 4 h / Tag und begleite in der Zeit meist 2 Kunden-Tiere. Zweimal im Monat gebe ich ein Tierkommunikation Seminar, was mir auch sehr viel Spaß macht.

Wie fühlte sich mein damaliges Berufsleben und wie ist es dagegen heute, als Tierkommunikatorin?

Früher:

  • Ich hatte oft das Gefühl, gejagt zu werden… von Kunden, äußeren oder organisatorischen Rahmenbedingungen, Mitarbeitern oder Netzwerkern. Und von dem schlimmsten Chef, den man sich vorstellen kann: mir selbst!
  • Immerzu gab es irgendwelche Änderungen (rechtliche, organisatorische), die großen Mehraufwand bedeuteten
  • Überstunden waren völlig normal, jeden Samstag habe ich im stundenweise im Büro gesessen.
  • Rechnungen (von Firmenkunden) werden sehr spät bezahlt, ich musste häufig mahnen und wir waren Mitglied bei Kreditreform….
  • Das Gefühl der Sinnhaftigkeit ging verloren
  • Ich wusste nicht, wie ich vernünftig und ehrlich in einem Satz mein Business beschreiben sollte („Mädchen für alles im Bereich Internet…“)
  • Meine Firmenkunden waren zufrieden, aber nicht unglaublich dankbar, wenn ich mit ihnen gearbeitet hatte! Denn ihre Internetaktivitäten wuchsen ja auch durch mein Zutun und bedeuteten auch für sie immer mehr Arbeit mit unklarem „Return on Invest“.
  • Es war mir nie richtig klar, wie lange ich diesen Job noch machen kann und will. Klar war, dass man für dieses Business irgendwann zu alt ist.
  • Meine Kinder sah ich am Wochenende und abends, todmüde.
  • Ich habe mir manchmal selbst leidgetan, trotz recht großem Erfolg und ordentlichem Verdienst. Heute tun mir diejenigen leid, die in diesem und ähnlichen Berufen gefangen sind, da sie häufig viel arbeiten müssen und wenig verdienen.

Heute:  

  • In der Tierkommunikation findet man Entspannung! Denn wir versetzen uns in dieselben Bewusstseinszustand wie das Tier mit dem wir kommunizieren. Das eigene Lebensgefühl in diesen Gesprächen ist großartig! Auch, wenn die Tiere nicht immer nur schönes berichten.
  • Die Dinge ändern sich in der Tierkommunikation nicht so schnell. Warum auch? Nur die neue Datenschutzverordnung geht auch an Tierkommunikatorinnen nicht vorbei. Böse EU, da haben die Beamten mal wirklich sehr übertrieben.
  • Überstunden gibt es nicht mehr. :) Als Tierkommunikatorin arbeitet man keine 8 oder mehr Stunden am Tag. Das würden die Tiere auch gar nicht wollen. ;) Das Einkommen stimmt trotzdem! Ausgaben oder Investitionen sind nicht erforderlich.
  • Rechnungen (von meinen Privatkunden/Tierbesitzern) werden fast immer innerhalb von zwei Wochen bezahlt.
  • Ich habe fast täglich das Gefühl, eine sinnvolle und zutiefst erfüllende Leistung zu erbringen.
  • In einem Satz beschreibe ich mein Business: „ich arbeite als Coach für Tiere und ihre Menschen und trage mit Tiergesprächen dazu bei, mehr Harmonie in die gemeinsame Beziehung zu bringen oder Probleme zu lösen.“
  • Meine privaten Tierbesitzer-Kunden und Seminarteilnehmer sind immer sehr lieb, und freundlich, voller Respekt und häufig so dankbar, dass sie mir liebe Briefe und E-mails schreiben, Karten und Fotos schicken und mich weiterempfehlen. Die Tierkommunikationen helfen ihnen konkret weiter und die Seminare ermöglichen schnelles persönliches Wachstum.
  • Diesen Job mache ich, so lange, wie ich Lust habe, vielleicht bis zum Umfallen :)
  • Mein heutiger Job lässt sich sehr gut mit der Familie vereinbaren, ich bekomme viel mit von meinen Kindern und den eigenen Tieren. Wenn jemand in der Familie krank ist, kann ich mich in Ruhe nebenher um ihn oder sie kümmern.
  • Ich bin täglich dankbar für die Möglichkeit, Tierkommunikatorin zu sein und mit dem, was ich liebe, mein Geld zu verdienen. Es erfüllt mich mit großer Freude und gibt mir wertvolle Energie. Die Tiere sind ein täglicher Quell der Inspiration und lehren mich vieles, was ich noch nicht wusste.

So, das war mal eine Gegenüberstellung der anderen Art, und dazu auch recht persönlich ;)

In wenigen Wochen startet meine nächste Ausbildungsgruppe in Trier (Masterkurs Tierkommunikation).  Wie ich schon an anderer Stelle schrieb, teile ich meinen Teilnehmerinnen gern meine besten Erfolgsstrategien mit. Also alles, was ich mir selbst erarbeitet habe in den letzten Jahren und auch in den 20 Berufsjahren als selbständige Unternehmerin davor. Während ich das schreibe, kommt mir eine Idee: eigentlich könnte ich hieraus ein eigenes Seminar für selbständige Energetiker jeder Art gestalten!

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