In den letzten Monaten durfte ich viel lernen. Von den Tieren, mit denen ich kommunizieren durfte, aber auch von meinen Schülern in den Seminaren und zwischendurch. Es ging um:

  • Verständnis
  • Glaube an sich selbst und Eigenliebe
  • Präsenz
  • Heilung

Es ging natürlich auch um unsere Tiere und wie wir unsere Kommunikation mit ihnen vertiefen können.

Was die Tiergespräche uns lehren

Aber wenn du mich fragst, was Menschen, die sich auf den Weg zur Tierkommunikation machen, wirklich lernen, so ist die Antwort etwas überraschend. Natürlich lernen sie das „Handwerkszeug“, also wie man sich verbindet, wie man fragt und die Antworten entschlüsselt. Wie man Botschaften übermittelt.
Schüler der Tierkommunikation lernen bei mir in den Masterkursen darüber hinaus auch, wie sie ihre Verbindung mit dem Tierbesitzer gestalten können. Mit welchen Methoden man zielführende und lösungsorientierte Tier- und Zwischenmensch-Gespräche führt und was bei den Themen Krankheit und Sterben zu beachten ist. Wie man Vermisste sucht.

Aber vielleicht ist das zentrale Thema, das wichtigste dabei, welche Lebenseinstellung wir von unseren Freunden in Tiergestalt lernen können. Stell dir vor, du wirst Dolmetscher für eine bestimmte Sprache. Du übersetzt immer wieder Botschaften von Fachleuten eines bestimmten Fachgebiets. Irgendwann bist du selbst in gewisser Weise Fachmann oder Fachfrau dieses Themas, nicht mehr nur Übersetzer der Worte und Sätze. Du erfasst ihre komplexe Bedeutung. So geht es auch uns Tierkommunikatorinnen.

Wir verbinden uns mit den Tieren, lauschen ihren Geschichten, den Antworten auf unsere Fragen, lassen ihre Botschaften und Ansichten über das Leben, über uns Menschen durch uns hindurchziehen. Lassen uns von ihren feinen und höchst authentischen Schwingungen durchdringen. Gibt es einen besseren Weg, um selbst „beschwingter“ und bewusster zu werden? Automatisch werden wir Fachfrau des Leben im Hier und Jetzt. Nicht, dass wir so leben können oder wollen wie unsere Freunde in Tiergestalt.

Aber es hat einen Einfluss auf unser Leben, wenn wir den Rhythmus unserer Herzen in eine passende Schwingung bringen. Wir fühlen das gemächliche Brummen der tierischen Zeit, die nicht dieselben Ecken und bedrohlichen Kanten hat, wie unsere menschlich gefühlte Zeit. Ihre Zeit ist beständiger.
Fühle mal das Glück eines Pferdes, das in Ruhe auf einer Weide mit anderen stehen darf. Und von welch‘ zentraler Wichtigkeit es für sein Lebensgefühl ist, dass es Freunde hat. Oder wie gut sich der junge Hund fühlt, wenn Frauchen vom Computer aufsteht und ihn fröhlich anspricht.

Die Liebe der meisten Tiere zu ihren Menschen ist voller Klarheit und Bedingungslosigkeit.

Wie klein und normal diese Dinge uns erscheinen, wenn wir über sie lesen. Aber wie sehr doch ein Tier die kleinen Dinge des Lebens genießen kann und genießt! Diese reinen Gefühle während unserer Tierkontakte selbst zu fühlen, wirkt besser als ein Lehrgang in Achtsamkeit. Es ist wie eine Glücks-Dusche. Wie ein Spaziergang auf einer wundersamen bunten Insel.
Die Sicht der Tiere einzunehmen verändert dich automatisch.

Eine Nebenwirkung ist: Du wirst zum Botschafter der Tiere und damit zum Botschafter des wahren Lebens.

Aus diesem Grund wirst du ruhiger, gelassener, glücklicher. Du hast seltener das Bedürfnis, dich über jemand zu beklagen, oder dich als Opfer zu fühlen. Die Täter-Opfer-Spiele, die es überall um uns herum gibt, regen dich weniger auf. Du lässt dich weniger von den flüchtigen Botschaften anderer aufhetzen oder aus deiner Mitte bringen.
Dies sind alles die Nebenwirkungen eines Wirkens als Tierkommunikatorin :). Dabei ist es ganz gleich, ob du diesen Beruf haupt- oder nebenberuflich oder privat ausübst. Eine Berufung ist es in jedem Fall.