Aus dem Herzen sprechen

Es gibt ganz grob zwei Möglichkeiten der Telepathie, also der Wahrnehmung von Gedanken und Gefühlen eines anderen Wesens über die Ferne. Bei der einen findet die telepathische Aufnahme der Informationen mit Hilfe des Stirnchakras (auch drittes Auge genannt) statt, ist also eher mental gesteuert.

Bei der anderen Methode, die auch von den amerikanischen Pionierinnen der Tierkommunikation wie Penelope Smith oder Carol Guerney gelehrt wird, handelt es sich um die Herz-zu-Herz-Kommunikation. Dabei empfängt oder sendet der Mensch die Botschaften mit Hilfe des Herzchakras.

Vielleicht möchtest du jetzt gern wissen, was Chakren sind. Es handelt sich dabei um für das Auge unsichtbare Energiezentren, die entlang der Wirbelsäule platziert sind und unseren Ätherkörper mit unserem physischen Leib verbinden. Nach dem Prinzip von Yoga, Zen und vielen anderen großen und kleinen spirituellen Lehren versorgen die Chakren unseren physischen Körper mit Energie. Es gibt sieben wichtige Chakren, zu denen du hier mehr lesen kannst. Eines davon ist das Herzchakra, es ist das in der Mitte angelegte Chakra, das uns mit anderen verbindet. Es liegt mittig in unserer Brust auf Herzhöhe und ist unser Tor zur Nächstenliebe, auch zur Liebe zu den Tieren und zur Natur. Es steht für unsere emotionale Beziehung zu uns selbst und zu anderen und unsere Liebesfähigkeit. Wie alle Chakren auch ist es verbunden mit unseren anderen Energiekörpern und mit unserer Aura.

Wie kann man denn mit dem Herzen sprechen?

…fragst du dich jetzt vielleicht. Das habe ich mich anfangs auch gefragt und bei mir hat es sogar recht lang gedauert, bis ich es konnte. So sehr ich versuchte, mein Herz für die Telepathie zu öffnen, die Botschaften der Tiere kamen anfangs meist (als ganze Sätze) eher in meinem Kopf an und verwirrten mich, da ich anfangs immer glaubte, ich hätte mir alles nur ausgedacht.

Mit der Zeit gelang es mir, immer mehr über mein Herzzentrum zu kommunizieren. Und das fühlte sich einfach großartig an und tut es bis heute. Natürlich hat das Herz keine Lippen und kein Sprachzentrum. Es bildet keine Sätze und ausgefeilten Formulierungen. Die Botschaften, die du über dein Herzzentrum empfängst, sind verbunden mit einer großen Freude und dem Gefühl von Weite, Verständnis und Verbundenheit. Botschaften vom Tier kommen zu dir in einer großen Komplexität und bilden sich als inneres Wissen und Fühlen ab. Dabei können gleichzeitig Bilder, Einstellungen, Charakterzüge oder Gefühle übermittelt werden. Dabei werden positive, wie auch negative Aspekte übermittelt.

Von dort musst du sie nur noch „übersetzen“. Dabei darf das Gehirn dann wieder mitspielen. 🙂 Es soll und darf versuchen, die vielen gleichzeitig übermittelten Botschaften in einzelne Sätze und Beschreibungen zu kleiden, damit das Erlebnis der Tierkommunikation nicht nur den Empfänger selbst berauscht, sondern auch noch für den gespannt wartenden Tierbesitzer zur einer übersetzten Botschaft wird.

Mit offenen Herzen arbeiten

Keine Sorge, es droht keine Herz-OP… dein organisches Herz bleibt ordentlich verschlossen, es leistet ja auch genug für dich, den ganzen Tag.
Die volkstümliche Redewendung, dass jemand ein „offenes Herz“ hat, kommt nicht von ungefähr. Die Menschen in früheren Zeiten wussten manchmal überraschend viel, auch ohne Wikipedia. Das Herz ist zuständig für unsere Liebesfähigkeit und damit ist nicht nur Liebe zur Familie, zum eigenen Haustier oder zum Partner gemeint, sondern vor allem die bedingungslose Liebe, die uns mit allem was ist und mit allen anderen Lebewesen verbindet. Viele Menschen haben ihren Liebesmodus auf „Standby“ oder sogar deaktiviert. Sie fühlen sich abgetrennt von allem im Außen, verteidigen ihr Hab und Gut und glauben, die äußere Welt betrifft sie nicht oder ist gar feindlich gesonnen. Mit dieser Denkweise kannst du in der Tierkommunikation aber keinen Blumenpott gewinnen! Und glücklich kann man damit auch nicht werden, nur mal ganz nebenher erwähnt.

Deswegen – und natürlich um eine hervorragende Tierkommunikatorin zu werden – könntest du dich entschließen, dein Herz zu öffnen. Gemeint ist natürlich dein Herzzentrum.

Wie kann man sein Herz öffnen?

Praktisch alles lässt sich über Meditation erreichen. Auch das Öffnen des Herzzentrums. Damit dieser Artikel nicht ins Nirwana wächst, möchte ich hier nur kurz einige Wege für Anfänger beschreiben wie du dich diesem abstrakt erscheinenden Thema nähern kannst.

  1. Stelle Kontakt her zu deinem Herzzentrum. Aktiviere es, in dem du deine Hand auf die Mitte deiner Brust legst und mehrere Male ein- und ausatmest. Mache das mehrmals täglich.
  2. „Trainiere“ Liebe und Mitgefühl in jeder Lebenslage. Ja, du hast richtig gelesen! Liebe und Mitgefühl kann man trainieren. Z.B. indem man sich immer wieder bewusst macht, dass jedes Wesen (sogar dein nerviger Nachbar oder die Ameisen aus deiner Küche) mit dir verbunden ist und du von jedem etwas lernen kannst. Versuche dir vorzustellen, wie aus deinem Herzzentrum Verständnis, Toleranz und Mitgefühl erwächst. Dies kannst du auch gut bei vielen Tieren abschauen!
  3. Verzeihe jedem, wo es aus deiner Sicht etwas zu verzeihen gibt. Das heilt dein Herz. Verzeihe auch dir selbst.
  4. Praktiziere nach CD oder mp3 spezielle angeleitete Mediationen zur Aktivierung der Herzenergie bzw. der bedingungslosen Liebe, hier einige Mediationen bei Youtube.